Das Wichtigste in Kürze
- Die Basis: Profil bestätigen, Name genau wie auf deinem Schild und eine Hauptkategorie, die beschreibt, was du bist.
- Echte Fotos, aktuelle Öffnungszeiten und Leistungen in den Worten deiner Kunden machen den Unterschied.
- Bewertungen: alle fragen, nichts dafür geben, jede beantworten. Danach reichen zehn Minuten pro Woche.
Inhalt(12 Abschnitte)
Such mal nach deiner Branche und deinem Ort. Ganz oben zeigt Google oft eine Karte mit Betrieben aus der Nähe, samt Sternen, Fotos, Öffnungszeiten und Anruf-Knopf. Wer dort ordentlich aufgestellt ist, bekommt eher den Anruf. Wer dort mit alten Öffnungszeiten und einem verwackelten Foto von vor fünf Jahren steht, eher nicht.
Die gute Nachricht: Für ein ordentliches Profil brauchst du kein Budget, sondern eine halbe Stunde und ein paar Regeln. Wie Google lokale Treffer grundsätzlich auswählt – nach Relevanz, Entfernung und Bekanntheit –, steht in Googles Hilfe zum lokalen Ranking (öffnet in neuem Tab). Was das für deinen Betrieb heißt, erklären wir in Lokal gefunden werden. Hier geht es ans Eingemachte: dein Profil, Feld für Feld. Stell dir einen Timer. Los geht's.
Bevor die Uhr läuft: Das brauchst du
- Zugang zu dem Google-Konto, mit dem dein Profil verwaltet wird
- dein Logo, ein Titelbild und mindestens fünf aktuelle, echte Fotos (außen, innen, Team, typische Arbeiten)
- eine Liste deiner wichtigsten Leistungen oder Produkte
- deine regulären Öffnungszeiten und die nächsten Feiertage oder Betriebsurlaube
Minute 0 bis 5: Gehört das Profil wirklich dir?
Öffne Google Maps auf dem Handy und such dich selbst, so wie es Kunden tun würden. Stimmt, was du siehst? Und kannst du es bearbeiten?
Wenn nicht, musst du das Profil zuerst bestätigen. Welche Methoden dir angeboten werden, legt Google automatisch fest: Videoanruf, Telefon oder SMS, E-Mail oder Postkarte mit Code. Zeigt Google dir mehrere an, kannst du zwischen ihnen wählen. Wartest du auf eine Postkarte, änderst du bis zur Bestätigung weder Namen noch Adresse noch Kategorie, sonst funktioniert der Code nicht mehr (Google-Hilfe zur Bestätigung (öffnet in neuem Tab)).
Minute 5 bis 10: Name und Kategorie
Der Name: genau so wie auf deinem Schild
Hier wird gern getrickst, und genau das mag Google gar nicht. Im Profil steht der Name, den du auch im echten Leben benutzt, also auf Schild, Website und Briefpapier. Slogans, zusätzliche Angaben zu Leistungen, Produkten oder zum Ort, Telefonnummern, Webadressen und Wörter in Großbuchstaben haben dort nichts zu suchen. So steht es in Googles Richtlinien für die Darstellung von Unternehmen (öffnet in neuem Tab). Gehören Ort oder Leistung fest zu deinem echten Namen, bleiben sie natürlich stehen. Aus „Malerbetrieb Muster – Fassaden & Innenräume Bamberg“ wird also schlicht „Malerbetrieb Muster“. Rechtsformzusätze wie GmbH sind nur dann okay, wenn sie nachweislich zu deinem Namen gehören, etwa auf Schild, Visitenkarte oder Rechnung.
Die Kategorie: was du bist, nicht was du alles hast
Google möchte so wenige Kategorien wie möglich. Die Hauptkategorie beschreibt, was dein Betrieb ist, nicht alles, was er auch anbietet. Allgemeinere Kategorien ergänzt Google meist selbst. Und nicht jede Wunschbezeichnung gibt es als Kategorie. Tipp ein paar Begriffe ins Kategorienfeld und nimm die, die am genauesten beschreibt, was du bist.
Minute 10 bis 15: Adresse, Einzugsgebiet, Öffnungszeiten
Entscheidend ist eine Frage: Kommen Kunden zu dir?
- Ja, sie kommen zu dir (Laden, Praxis, Werkstatt, Büro mit Empfang): Dann gehört die genaue Adresse ins Profil.
- Nein, du fährst zu ihnen (Handwerk, Pflegedienst, mobiler Service): Dann nimmst du die Adresse aus dem Profil und gibst stattdessen ein Einzugsgebiet an.
- Beides: Dann gibst du die Adresse und das Einzugsgebiet an.
Für das Einzugsgebiet gibt es keinen Radius. Du wählst Städte, Postleitzahlen oder Regionen, höchstens 20 Stück. Google empfiehlt, dass das Gebiet nicht weiter als etwa zwei Autostunden reicht (Google-Hilfe zum Einzugsgebiet (öffnet in neuem Tab)). Postfächer und virtuelle Büros sind als Adresse nicht erlaubt.
Danach prüfst du den Pin auf der Karte: Liegt er wirklich auf deinem Betrieb? Schreib die Adresse immer vollständig, mit Postleitzahl und Ort.
Bei den Öffnungszeiten trägst du die regulären Zeiten ein. Feiertage und Betriebsurlaub setzt du über die Sonderöffnungszeiten. Arbeitest du nur nach Vereinbarung, lässt du die Öffnungszeiten weg. Dazu kommen eine Telefonnummer, unter der wirklich jemand rangeht, und der Link zu deiner Website.
Minute 15 bis 20: Leistungen und Beschreibung
Trag deine wichtigsten Leistungen oder Produkte ein, und zwar in den Worten, die deine Kunden benutzen. „Badsanierung“ versteht jeder, „Lösungen rund ums Wasser“ eher niemand.
Die Beschreibung beantwortet in ein paar Sätzen: Was machst du, für wen, wo, und was ist bei dir anders? Links sowie Preise und Aktionen sind dort nicht erlaubt, Floskeln sind schlicht verschenkt. Als Startpunkt hilft diese Vorlage:
[Name] ist [was du bist] in [Ort/Region]. Wir [Kernleistung] für [Zielgruppe]. Seit [Jahr] [etwas Konkretes über dich]. Du erreichst uns [wie und wann].
Minute 20 bis 25: Fotos und ein Video
Für viele Menschen sind deine Fotos der erste echte Eindruck von dir. Lade mindestens diese Motive hoch:
- Logo und Titelbild
- Außenansicht, damit man dich vor Ort wiedererkennt
- Laden, Werkstatt oder Praxis von innen
- dein Team bei der Arbeit (nur mit Einverständnis, mehr dazu in Reels mit dem eigenen Team)
- typische Arbeiten oder Produkte
Zur Technik: Fotos als JPG oder PNG mit 10 KB bis 5 MB. Empfohlen sind 720 × 720 Pixel. Das Bild sollte scharf und gut ausgeleuchtet sein und nur wenig Filter haben. Videos dürfen bis zu 30 Sekunden lang und bis zu 75 MB groß sein, mit mindestens 720p (Google-Hilfe zu Fotos und Videos (öffnet in neuem Tab)). Ein kurzes Reel aus deinem Betrieb passt also oft direkt. Achte dabei auf die Musik: Was du in Instagram oder über die Sound Collection von Meta auswählst, ist nicht automatisch für andere Plattformen freigegeben. Nimm fürs Google-Profil lieber eine Fassung ohne diese Musik. Stockfotos lässt du weg, die zeigen nicht dich.
Minute 25 bis 30: Bewertungen anstoßen und beantworten
Rezensionen zählen zur Bekanntheit, die Google beim lokalen Ranking berücksichtigt. Vor allem helfen sie Menschen, sich für dich zu entscheiden.
So fragst du richtig
- Teil den Bewertungslink aus deinem Profil oder druck ihn als QR-Code auf Rechnung, Visitenkarte oder Thekenaufsteller (Google-Hilfe zu Rezensionen (öffnet in neuem Tab)).
- Frag alle, nicht nur die Zufriedenen. Wer gezielt nur um positive Bewertungen bittet, verstößt gegen Googles Richtlinien für nutzergenerierte Inhalte (öffnet in neuem Tab).
- Biete keine Gegenleistung, also keinen Gutschein und kein Gewinnspiel für eine Bewertung.
- Dein Team und deine Geschäftspartner bewerten dich nicht, denn Google sieht darin einen Interessenkonflikt.
So kann eine Bitte nach dem Auftrag klingen:
Danke für die Zusammenarbeit! Wenn du magst, erzähl auf Google kurz, wie es mit uns war – ehrlich, positiv wie kritisch. Das hilft anderen bei der Entscheidung und uns beim Besserwerden: [Link]
So antwortest du
- Antworte freundlich und kurz und unterschreib mit Namen oder Initialen.
- Bei Kritik bleibst du sachlich. Gib nichts Privates über die Person preis, erklär ehrlich, was passiert ist, und entschuldige dich, wenn es passt.
- Mach in der Antwort keine Angebote.
- Über die Meldefunktion (öffnet in neuem Tab) entfernt Google nur Rezensionen, die gegen seine Richtlinien verstoßen, zum Beispiel Beleidigungen oder Fakes. Unangenehme, aber sachliche Kritik bleibt stehen.
- Hältst du eine Bewertung für rechtswidrig – etwa weil sie nachweislich Unwahres behauptet –, gibt es zusätzlich Googles Formular für rechtliche Beschwerden (öffnet in neuem Tab). Ob das zutrifft, klärst du im Zweifel mit einer Anwältin oder einem Anwalt.
Eine Antwort auf Kritik kann so aussehen:
Danke für die ehrliche Rückmeldung. Bei der Terminabsprache ist etwas schiefgelaufen, das ärgert uns selbst. Ruf uns gern direkt an, dann klären wir das. – [Vorname] vom Malerbetrieb Muster
Danach: zehn Minuten pro Woche
Diese Routine hält dein Profil lebendig:
- Einen Beitrag posten, zum Beispiel ein fertiges Projekt, Neuigkeiten aus dem Team oder eine Veranstaltung mit Datum. Beiträge ohne Zeitraum archiviert Google nach sechs Monaten (Google-Hilfe zu Beiträgen (öffnet in neuem Tab)).
- Neue Bewertungen beantworten.
- Einmal im Monat neue Fotos hochladen.
- Vor Feiertagen die Sonderöffnungszeiten setzen.
Finger weg: Was nicht funktioniert
- Bewertungen kaufen, tauschen oder belohnen
- Briefkasten- oder Scheinadressen, um mehr Standorte vorzutäuschen
- Anbieter, die dir „Platz 1 bei Google Maps“ versprechen: Ein besseres lokales Ranking lässt sich bei Google nicht kaufen (Google-Hilfe zum lokalen Ranking (öffnet in neuem Tab)), und eine Platzierung an erster Stelle kann dir niemand garantieren (Google Search Central (öffnet in neuem Tab)).
Checkliste zum Abhaken
- Profil bestätigt und Zugriff gesichert
- Name wie auf dem Schild, ohne Zusätze
- Hauptkategorie passt, keine überflüssigen Zusatzkategorien
- Adresse vollständig oder Einzugsgebiet gepflegt, Pin geprüft
- Öffnungszeiten und Sonderöffnungszeiten aktuell
- Telefonnummer und Website-Link stimmen
- Leistungen in Kundensprache eingetragen
- Beschreibung ohne Links, Preise und Floskeln
- Logo, Titelbild und mindestens fünf echte Fotos
- Bewertungslink oder QR-Code im Einsatz
- alle Rezensionen beantwortet
- Routine für Beiträge und Fotos im Kalender
Keine Lust auf Timer?
Dann schauen wir drauf. Im kostenlosen Schnellcheck gibst du deinen Link ein und siehst sofort, was auf deiner Website auffällt – auch, ob sie auf dein Google-Profil verweist. Wenn du willst, kümmern wir uns danach auch dauerhaft um deine Sichtbarkeit – mit festen Ansprechpartnern. Mehr dazu unter SEO & Content und Marketing für Händler & Gastronomie.
Häufige Fragen
Warum wird mein Google-Unternehmensprofil nicht angezeigt?
Prüf zuerst, ob das Profil bestätigt ist. Danach spielen Relevanz, Entfernung und Bekanntheit zusammen. Ein vollständiges Profil mit passender Kategorie verbessert die Relevanz.
Darf ich meinen Ort oder meine Leistung in den Namen schreiben?
Nur, wenn Ort oder Leistung fester Teil deines echten Namens sind, so wie er auf Schild, Website und Briefpapier steht, etwa „Malerbetrieb Muster“. Zusätzliche Orts- oder Leistungsangaben, die nicht zum Namen gehören, erlauben Googles Richtlinien nicht.
Wie bekomme ich mehr Google-Bewertungen?
Frag nach jedem Auftrag aktiv nach, und zwar alle Kunden. Mach es ihnen leicht, mit Link oder QR-Code, und biete keine Gegenleistung an.
Kann ich schlechte Bewertungen löschen lassen?
Über die Meldefunktion nur, wenn sie gegen Googles Richtlinien verstoßen. Hältst du eine Bewertung für rechtswidrig, gibt es zusätzlich Googles Formular für rechtliche Beschwerden – im Zweifel klärst du das mit einer Anwältin oder einem Anwalt. Sachliche Kritik bleibt. Eine ruhige, ehrliche Antwort zeigt anderen dann, wie du mit Problemen umgehst.