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Woran du ein faires Website-Angebot erkennst

7 Min. Lesezeitvon Team YJAR

Das Wichtigste in Kürze

  • Vergleich nicht die Summe unten rechts, sondern den Umfang darüber: Seiten, Funktionen, Inhalte, Feedbackrunden.
  • Lass schriftlich festhalten, wem Domain, Inhalte und Zugänge gehören und welche Nutzungsrechte du bekommst.
  • Laufende Kosten, Laufzeit und der Ausstieg gehören ins Angebot, bevor du unterschreibst.
Inhalt(7 Abschnitte)

Drei Angebote für „eine neue Website“ liegen auf dem Tisch, und sie sehen aus, als ginge es um drei verschiedene Projekte. Meistens stimmt das sogar. Wer nur die Summe unten rechts vergleicht, vergleicht Äpfel mit Birnen und merkt den Unterschied erst, wenn plötzlich jede Textänderung extra kostet oder die Domain gar nicht auf den eigenen Namen läuft.

Preise nennen wir hier bewusst nicht. Sie hängen am Umfang, und genau den musst du vergleichen. Dafür bekommst du zehn Prüffragen, sieben Warnsignale und einen einfachen Weg, zwei Angebote fair nebeneinanderzulegen.

Warum Website-Angebote so unterschiedlich ausfallen

„Website“ kann vieles heißen: fünf Seiten mit Kontaktformular oder ein Online-Shop mit Warenwirtschaft. Eine Karriereseite, die offene Stellen automatisch einbindet, oder eine Plattform, auf der sich Mitglieder anmelden. Dazu kommt die Frage, wer Texte schreibt und Fotos macht, wo die Seite läuft und wer sie nach dem Start pflegt. Die größten Unterschiede verstecken sich oft in dem, was nicht im Angebot steht.

Zehn Prüffragen für jedes Angebot

1. Steht drin, was genau gebaut wird?

Ein faires Angebot nennt die Seiten oder Seitentypen und die Funktionen, etwa Kontaktformular, Terminbuchung, Shop, Karrierebereich oder Mehrsprachigkeit. „Website komplett“ ist keine Beschreibung.

2. Wer liefert Texte, Fotos und Videos?

Schreibst du die Texte selbst, oder sind sie enthalten? Gibt es ein Fotoshooting, oder kommen Stockbilder zum Einsatz – und wenn ja, mit welcher Lizenz? Fehlen Texte und Bilder, verzögert sich schnell das ganze Projekt.

3. Wie viele Feedbackrunden sind drin?

Kläre, wie viele Korrekturschleifen beim Design und bei den Inhalten eingeplant sind und was passiert, wenn du mehr brauchst.

4. Festangebot oder Abrechnung nach Aufwand?

Beides kann fair sein. Wichtig ist, dass du vor dem Start ein schriftliches Angebot hast, aus dem hervorgeht, was enthalten ist und wie Änderungen außerhalb dieses Rahmens abgerechnet werden.

5. Wem gehören Domain, Inhalte und Zugänge?

  • Domain: Sie sollte auf deinen Namen laufen. Bei .de-Domains schließt die DENIC den Domainvertrag mit der Person oder Firma, die als Inhaber eingetragen ist – und genau das solltest du sein.
  • Design, Texte, Fotos: Das Urheberrecht selbst lässt sich in Deutschland nicht übertragen (§ 29 UrhG (öffnet in neuem Tab)). Entscheidend ist deshalb, welche Nutzungsrechte du bekommst. Lass sie im Angebot oder Vertrag ausdrücklich festhalten. Steht dort nichts Genaues, richtet sich der Umfang nach dem Vertragszweck (§ 31 UrhG (öffnet in neuem Tab)) – und darüber lässt sich später trefflich streiten.
  • Zugänge: Wer hat die Zugangsdaten zu Domain, Hosting und Redaktionssystem? Kannst du deine Inhalte exportieren?

6. Wo läuft die Website, und wer kümmert sich um Updates und Backups?

Frag nach dem Serverstandort, nach Sicherheitsupdates und nach Backups. Gehören sie zum Angebot, oder kosten sie extra? Verarbeitet der Anbieter für dich personenbezogene Daten, etwa beim Hosting oder bei Formularen, brauchst du einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO (öffnet in neuem Tab). Frag auch, ob Daten die EU verlassen, etwa über Dienstleister des Anbieters oder eingebundene Dienste für Reichweitenmessung, Schriften oder Terminbuchung. Server in Deutschland oder der EU machen das deutlich einfacher, ersetzen die Frage aber nicht.

7. Kannst du selbst Inhalte ändern?

Kannst du Öffnungszeiten, Stellenanzeigen oder News selbst einpflegen, ohne Code anzufassen? Gibt es eine Einweisung? Und welche Änderungen laufen über die Agentur?

8. Welche laufenden Kosten kommen dazu, und wie lange läuft der Vertrag?

Hosting, Domain, Wartung und Lizenzen für Erweiterungen, Schriften oder Bilder fallen oft monatlich oder jährlich an. Lass dir alles auflisten, dazu Mindestlaufzeit, Kündigungsfrist und die Antwort auf die wichtigste Frage: Was passiert, wenn du kündigst? Lass dir schriftlich geben, was du bei einer Kündigung bekommst.

9. Wer kümmert sich um Barrierefreiheit, Datenschutz und Impressum?

Frag, nach welchem Standard gebaut wird, zum Beispiel WCAG 2.2, Stufe AA. Ob für dich gesetzliche Pflichten gelten, erklären wir in Muss meine Website barrierefrei sein? Für geschäftsmäßige, in der Regel gegen Entgelt angebotene digitale Dienste – dazu zählen in aller Regel auch Firmenwebsites – schreibt § 5 Digitale-Dienste-Gesetz (öffnet in neuem Tab) ein Impressum vor. Kläre, wer Impressum, Datenschutzerklärung und Cookie-Einwilligung erstellt. Eine Agentur ersetzt keine Rechtsberatung.

10. Was passiert mit deinen alten Seiten bei Google?

Bei einem Relaunch ändern sich oft die Adressen der Unterseiten. Ein gutes Angebot plant Weiterleitungen von den alten auf die neuen Adressen ein, damit Besucher und Suchmaschinen nicht im Leeren landen. Dazu gehört auch, dass der Link in deinem Google-Unternehmensprofil auf die neue Seite zeigt.

Bonusfrage: Wer ist für dich ansprechbar, und wie schnell bekommst du eine Antwort? Das steht selten im Angebot, entscheidet aber über deine Nerven.

Sieben Warnsignale

  • Pauschalpositionen ohne Beschreibung wie „Webdesign komplett“.
  • Unklar, auf wen die Domain läuft und wie sie bei einer Kündigung zu dir umzieht.
  • Kein Wort zu Nutzungsrechten an Design, Texten und Fotos.
  • Lange Mindestlaufzeit, ohne dass klar ist, wofür.
  • Druck statt Beratung, etwa mit „Angebot gilt nur bis Freitag“.
  • Ranking-Versprechen wie „Platz 1 bei Google garantiert“. Eine Platzierung an erster Stelle kann niemand garantieren, und Google rät ausdrücklich zur Vorsicht bei Anbietern, die Rankings versprechen (Google Search Central (öffnet in neuem Tab)).
  • Nur mündliche Zusagen. Was nicht schriftlich festgehalten ist, lässt sich im Streitfall kaum belegen.

Auch bei Angeboten, die unaufgefordert per E-Mail kommen, empfiehlt Google Vorsicht.

So vergleichst du zwei Angebote fair

  1. Leistungen untereinanderschreiben: Schreib für jedes Angebot dieselben Punkte auf, also Seiten, Funktionen, Inhalte, Feedbackrunden, Hosting, Pflege, Rechte und Laufzeit.
  2. Lücken markieren: Wo ein Angebot nichts sagt, fragst du nach. Schriftlich.
  3. Laufende Kosten mitrechnen: Rechne die monatlichen und jährlichen Posten über die Zeit hoch, die du die Website nutzen willst, nicht nur den Start.
  4. Ausstieg vergleichen: Kündigungsfrist, Daten-Export, Domain-Umzug.
  5. Aufs Gespräch achten: Hat jemand nach deinen Zielen gefragt, oder nur nach der Seitenzahl? Wer zuhört, baut meist auch das Richtige.

So machen wir es bei YJAR

Für unsere eigenen Angebote gilt:

  • Im kostenlosen Erstgespräch (30–45 Minuten) klären wir, was du brauchst — und ob wir zusammenpassen.
  • Willst du ein Angebot, bekommst du vor dem Start ein schriftliches Festangebot — du weißt vorher, woran du bist.
  • Alle Pakete sind monatlich kündbar — mit 1 Monat Kündigungsfrist. Wir müssen uns die Zusammenarbeit jeden Monat neu verdienen.
  • Die Websites und Plattformen, die wir betreiben, laufen auf Servern in Deutschland — deine Daten bleiben hier.
  • Schreibst du uns übers Formular, per E-Mail oder WhatsApp, bekommst du innerhalb von 24 Stunden eine Antwort.

Und du hast feste Ansprechpartner.

Ein Beispiel aus unserer Arbeit ist der Relaunch für das Sanitätshaus mannl + hauck mit Standorten in Haßfurt, Coburg, Nürnberg und Bad Kissingen. Zur neuen Website gehört ein Karrierebereich, in dem die offenen Stellen direkt eingebunden sind. Wie aus der alten Seite die neue wurde, zeigt unsere Fallstudie zu mannl + hauck. Live ansehen kannst du die Seite unter mannl-hauck.de (öffnet in neuem Tab).

Unsicher, was deine Website braucht?

Dann fang mit einem Blick von außen an. Im kostenlosen Schnellcheck gibst du deinen Link ein und siehst sofort, was auf deiner Website auffällt. Oder bring deine Fragen direkt ins kostenlose Erstgespräch. Mehr zu unserer Arbeit findest du unter Webseiten, Shops & eigene Apps.

Häufige Fragen

Was sollte ein Website-Angebot enthalten?

Leistungsumfang mit Seiten und Funktionen, die Frage, wer die Inhalte liefert, Feedbackrunden, Zeitplan, Nutzungsrechte, Domain, Hosting und Pflege, laufende Kosten, Laufzeit und Kündigung. Je genauer, desto besser lässt es sich vergleichen.

Festpreis oder Stundensatz: Was ist besser?

Ein Festangebot gibt dir Planungssicherheit für einen klar beschriebenen Umfang. Die Abrechnung nach Aufwand ist flexibler, wenn noch vieles offen ist. In beiden Fällen gehört vor den Start ein schriftliches Angebot.

Wem gehört meine Website nach dem Projekt?

Das Urheberrecht bleibt bei denen, die das Werk geschaffen haben. Du bekommst die Nutzungsrechte, die ihr vereinbart. Ist nichts Genaues geregelt, reichen sie nur so weit, wie der Vertragszweck es erfordert. Lass deshalb festhalten, welche Rechte du erhältst, und registriere die Domain auf deinen Namen.

Welche laufenden Kosten kommen nach dem Launch dazu?

Typisch sind Hosting, Domain, Wartung mit Updates und Backups sowie Lizenzen für Erweiterungen, Schriften oder Bilder. Ein faires Angebot nennt sie alle, bevor du unterschreibst.

Warum sind Website-Angebote so unterschiedlich?

Weil sie selten dasselbe beschreiben. Umfang, Inhalte, Technik, Pflege und Rechte unterscheiden sich – und genau die musst du vergleichen.