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Vereine & Events

Was kostet eine Vereinswebsite? Die Kostenfaktoren ehrlich erklärt

4 Min. Lesezeitvon Team YJAR

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Kosten einer Vereinswebsite hängen weniger von der Seitenzahl ab als davon, was sie können soll: Termine, Anmeldungen, Tickets, Mitgliederbereich.
  • Neben den Einmalkosten zählen die laufenden: Hosting, Domain, Updates, Pflege – und die Zeit der Ehrenamtlichen.
  • Vergleiche Angebote immer nach Leistung und Besitzverhältnissen, nicht nur nach dem Betrag unter dem Strich.
Inhalt(9 Abschnitte)

„Was kostet so eine Website?“ Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an. Das klingt nach Ausrede, ist aber keine. Eine Seite mit Impressum, Trainingszeiten und Kontakt ist etwas völlig anderes als eine Plattform mit Online-Anmeldung, Ticketverkauf und Mitgliederbereich.

Statt einer Zahl, die für deinen Verein ohnehin nicht passt, zeigen wir dir, wovon die Kosten abhängen. Damit kannst du Angebote vergleichen und im Vorstand sauber begründen, wofür das Geld ausgegeben wird.

Die drei Wege: selbst bauen, Baukasten, machen lassen

  • Selbst bauen (Ehrenamt): kostet wenig Geld, aber viel Zeit. Funktioniert, solange die eine Person dabei bleibt, die sich auskennt. Zieht sie weg, steht oft niemand mehr dahinter.
  • Baukasten: monatliche Gebühr, schneller Start, begrenzte Möglichkeiten. Gut für kleine Vereine mit wenig Inhalt. Achte darauf, ob du deine Inhalte später mitnehmen kannst.
  • Machen lassen: höhere Einmalkosten, dafür eine Seite, die zum Verein passt, und jemand, der sich um Technik und Sicherheit kümmert.

Es gibt keinen richtigen Weg für alle. Entscheidend ist, wer die Seite in zwei Jahren noch pflegt.

Wovon die Einmalkosten abhängen

1. Was die Seite können soll

Der größte Kostenfaktor sind Funktionen: ein Terminkalender, der sich selbst aktualisiert, Online-Anmeldung für Kurse, Ticketverkauf, ein Mitgliederbereich, Spielpläne. Jede Funktion muss gebaut, getestet und gepflegt werden.

2. Wie viele Inhalte es gibt

Fünf Abteilungen mit eigenen Trainern, Zeiten und Fotos sind mehr Arbeit als ein Chor mit einer Probe pro Woche. Und: Wer schreibt die Texte? Wenn das die Agentur übernimmt, steckt das im Preis.

3. Design: Vorlage oder eigenes Design

Eine angepasste Vorlage ist günstiger als ein komplett eigenes Design. Für viele Vereine reicht eine gute Vorlage mit Logo, Farben und echten Fotos völlig aus.

4. Fotos und Videos

Echte Bilder aus dem Vereinsleben wirken besser als Stockfotos. Wenn es dafür einen Fototermin braucht, ist das ein eigener Posten.

5. Umzug der alten Seite

Bestehende Inhalte übernehmen, alte Adressen weiterleiten, damit Google und Mitglieder nichts verlieren: Das ist Arbeit, die oft vergessen wird.

Laufende Kosten, die gern übersehen werden

  • Domain und Hosting: jährlich bzw. monatlich, je nach Anbieter. Achte auf Server in Deutschland und darauf, dass die Domain auf den Verein läuft.
  • Updates und Sicherheit: Systeme wie WordPress brauchen regelmäßige Updates. Wer sie auslässt, riskiert, dass die Seite gehackt wird.
  • Pflege: neue Termine, Berichte, Fotos. Entweder macht das jemand im Verein, oder du kaufst Pflege dazu.
  • Gebühren von Zusatzdiensten: Ticket- oder Zahlungsanbieter verlangen oft Gebühren pro Verkauf. Rechne sie vorher durch.

Die versteckten Kosten

Die teuerste Website ist manchmal die günstige: Wenn nur ein Mitglied weiß, wie sie funktioniert, wenn der Baukasten kündigt oder wenn die Domain auf eine Privatperson läuft, die den Verein verlässt. Kläre deshalb vor dem Start:

  • Wem gehören Domain, Inhalte und Zugänge?
  • Können mehrere Leute im Vorstand die Seite bearbeiten?
  • Was passiert, wenn ihr den Anbieter wechselt?

Förderung und Sponsoring

Manche Verbände, Kommunen und Stiftungen fördern Digitalisierung im Ehrenamt. Frag bei deinem Sportverband, beim Landratsamt oder bei der Ehrenamtsförderung nach. Und: Eine Website ist ein guter Platz für Sponsoren. Eine Partnerseite mit Logos und Links kann einen Teil der Kosten tragen.

So vergleichst du Angebote fair

  1. Liste vorher auf, was die Seite können muss und was „schön wäre“.
  2. Gib allen Anbietern dieselbe Liste.
  3. Frag nach Einmalkosten und laufenden Kosten für drei Jahre.
  4. Frag, wem Domain, Inhalte und Zugänge gehören.
  5. Frag, wie schnell bei Problemen jemand reagiert.
  6. Lass dir Vereinsseiten zeigen, die der Anbieter gebaut hat.

Mehr Prüffragen stehen in unserem Ratgeber Woran du ein faires Website-Angebot erkennst.

Mehr als eine Website

Viele Vereine merken erst später, dass die eigentliche Arbeit hinter der Website liegt: Mitglieder verwalten, Beiträge einziehen, Kurse organisieren, Tickets verkaufen. Dafür haben wir eigene Werkzeuge gebaut: Vereinheit für Mitglieder, Kurse und SEPA-Beiträge und Ticket+ für den Ticketverkauf. Beim BRK Kreisverband Bamberg läuft darüber der Vorverkauf für den Rosenmontagsball, bei den ESC Haßfurt HAWKS haben wir Website und Vereinsplattform gebaut.

Lass uns über euren Verein reden

Ihr wollt wissen, was eure Website kosten würde? Im kostenlosen Erstgespräch klären wir in 30 bis 45 Minuten, was ihr braucht, und danach bekommt ihr ein schriftliches Festangebot. Mehr zu unserem Angebot für Vereine: Website für Vereine.

Häufige Fragen

Was kostet eine Vereinswebsite?

Das hängt vor allem davon ab, was sie können soll: eine einfache Infoseite kostet deutlich weniger als eine Seite mit Anmeldung, Tickets oder Mitgliederbereich. Rechne neben den Einmalkosten immer die laufenden Kosten für Hosting, Updates und Pflege mit ein.

Reicht ein Baukasten für einen Verein?

Für kleine Vereine mit wenig Inhalt oft ja. Prüfe vorher, ob du Inhalte und Domain mitnehmen kannst und ob mehrere Leute Zugang bekommen.

Wem sollte die Domain gehören?

Dem Verein, nicht einer Privatperson. Sonst kann es schwierig werden, wenn jemand den Verein verlässt.

Gibt es Förderung für Vereinswebsites?

Manchmal. Frag bei deinem Verband, beim Landratsamt oder bei Stiftungen zur Ehrenamtsförderung nach. Auch Sponsoren können einen Teil tragen, zum Beispiel über eine Partnerseite.