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Vereins-Website: Checkliste für Vorstände

6 Min. Lesezeitvon Team YJAR

Startseite der Vereinsplattform der ESC Haßfurt HAWKS in der Desktop- und in der Handy-Ansicht

Das Wichtigste in Kürze

  • Pflicht: ein Impressum mit Vorstand und Vereinsregister, eine Datenschutzerklärung, die zu euren Tools passt, und eine Cookie-Einwilligung nur dort, wo sie nötig ist.
  • Mitglieder, Eltern und Fans suchen vor allem Trainingszeiten, Ansprechpartner, Termine und „Mitglied werden“ – aktuell und am Handy schnell zu finden.
  • Fotos nur mit Einwilligung, Domain und Zugänge auf den Verein und eine feste Person plus Vertretung für die Pflege.
Inhalt(11 Abschnitte)

Vorstand, Kassenwart, Trainer – und nebenbei noch Webmaster? Bei vielen Vereinen hängt die Website an einer Person, die eigentlich keine Zeit dafür hat. Und dann steht auf der Startseite noch der Bericht vom Sommerfest vor drei Jahren. Diese Checkliste hilft dir, die Vereinswebsite in Ordnung zu bringen: Pflichtangaben, Inhalte, die Mitglieder und Eltern wirklich suchen, Fotos, Pflege und Werkzeuge.

Hinweis: Wir erklären die Rechtslage allgemein, das ersetzt keine Rechtsberatung. Stand: Oktober 2026.

1. Pflicht: Impressum, Datenschutz, Cookies

Impressum

Wer eine Website betreibt, die nicht nur persönlichen oder familiären Zwecken dient, muss Name und Anschrift angeben – bei einem eingetragenen Verein auch Name und Anschrift des Vertretungsberechtigten, also des Vorstands (§ 18 Abs. 1 Medienstaatsvertrag (öffnet in neuem Tab)). Ist die Website ein geschäftsmäßiger, in der Regel gegen Entgelt angebotener digitaler Dienst, kommen weitere Angaben dazu, etwa eine E-Mail-Adresse und das Register mit Registernummer (§ 5 DDG (öffnet in neuem Tab)). Ob das für deinen Verein zutrifft, hängt vom Einzelfall ab. Im Zweifel lieber vollständig:

  • vollständiger Vereinsname mit „e. V.“
  • Anschrift des Vereins
  • vertretungsberechtigter Vorstand mit Namen
  • E-Mail-Adresse, gern zusätzlich eine Telefonnummer
  • Vereinsregister, Registergericht und Registernummer

Datenschutzerklärung

Sobald deine Website personenbezogene Daten verarbeitet – Kontaktformular, Mitgliedsantrag, Newsletter, eingebettete Videos oder Statistik-Tools –, musst du darüber informieren (Art. 13 DSGVO (öffnet in neuem Tab)).

Cookies

Für Cookies und ähnliche Techniken, die nicht unbedingt nötig sind, brauchst du eine Einwilligung (§ 25 TDDDG (öffnet in neuem Tab)). Unser Tipp: Jedes Tool, das du weglässt, ist ein Häkchen weniger im Cookie-Banner.

Barrierefreiheit

Verkauft dein Verein online Tickets oder Fanartikel an Privatpersonen, kann das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz greifen. Was das heißt, erklären wir in Muss meine Website barrierefrei sein?

2. Inhalte, die Mitglieder, Eltern und Fans wirklich suchen

Viele Besucher wollen schnell eine einzige Information. Mach es ihnen leicht:

  • Trainings- und Kurszeiten mit Ort – aktuell, nicht vom letzten Jahr.
  • Ansprechpartner je Abteilung mit Funktion und Vereins-Mailadresse statt privater Handynummer.
  • Mitglied werden: Beiträge, Ablauf und am besten ein Antrag, den man online ausfüllen kann.
  • Probetraining oder Schnupperstunde: der einfachste Weg zum neuen Mitglied.
  • Termine, Spielplan, Veranstaltungen an einer Stelle.
  • Neuigkeiten: lieber seltener und aktuell als ein Archiv, das 2019 aufhört.
  • Sponsoren und Partner: mit Logo und Link. Wer euch unterstützt, will gesehen werden.
  • Mitmachen: Wo werden Helfer, Trainer oder Kampfrichter gesucht?
  • Downloads: Satzung, Beitragsordnung, Formulare.
  • Anfahrt: Adresse der Halle oder des Platzes, Parken, Zugang.

3. Mobil, schnell, gut lesbar

Eltern checken die Trainingszeit am Spielfeldrand, nicht am Schreibtisch. Deshalb:

  • Die Website am eigenen Handy durchklicken: Findest du die Trainingszeiten in zwei Klicks?
  • Große Fotos vor dem Hochladen verkleinern, damit die Seite schnell lädt.
  • Gute Kontraste, ausreichend große Schrift und Buttons, die man mit dem Daumen trifft.
  • Echte Überschriften und kurze Absätze statt Textwüste.

4. Fotos: Rechte und Einwilligungen

Fotos machen eine Vereinswebsite lebendig – und sind eine typische Stolperfalle.

  • Einwilligung: Bilder von Personen dürfen grundsätzlich nur mit deren Einwilligung veröffentlicht werden (§ 22 KUG (öffnet in neuem Tab), dazu kommt der Datenschutz). Es gibt Ausnahmen, etwa für Bilder von Versammlungen, Aufzügen und ähnlichen Vorgängen, an denen die Abgebildeten teilgenommen haben (§ 23 KUG (öffnet in neuem Tab)). Ob eine Ausnahme greift, hängt vom Einzelfall ab. Im Zweifel: fragen.
  • Kinder und Jugendliche: Hol die Einwilligung der Erziehungsberechtigten ein, am besten schriftlich und schon beim Vereinseintritt. Frag Jugendliche zusätzlich selbst. Und wähle lieber Bilder, auf denen Kinder nicht erkennbar im Mittelpunkt stehen.
  • Urheberrecht: Fotos von Fotografen nur mit deren Erlaubnis – und mit Namensnennung, außer der Fotograf hat ausdrücklich darauf verzichtet (§ 13 UrhG (öffnet in neuem Tab)). Bilder aus der Google-Suche sind tabu.

5. Wer pflegt das Ganze?

  • Feste Zuständigkeit plus Vertretung: Eine Person ist verantwortlich, eine zweite kann einspringen.
  • Zugänge gehören dem Verein: Domain, Hosting und Passwörter laufen auf den Verein, nicht auf ein privates Konto, das nach der nächsten Vorstandswahl niemand mehr kennt.
  • Ein fester Termin: Einmal im Monat Termine, Ansprechpartner und Trainingszeiten prüfen.
  • Ein System, das man ohne Technikstudium bedienen kann. Sonst bleibt am Ende doch alles liegen.

6. Baukasten oder machen lassen?

Ganz ehrlich: Ein Baukasten kann reichen, wenn dein Verein klein ist, die Website aus wenigen Seiten besteht und jemand Lust und Zeit hat, sie zu pflegen. Ein Partner lohnt sich eher, wenn mehrere Abteilungen, Mitgliederverwaltung, Ticketverkauf, ein Fan-Shop oder Sponsoren dazukommen – und wenn im Vorstand niemand die Abende dafür übrig hat.

7. Mehr als eine Website

Die Website ist oft nur die Spitze des Eisbergs. Dahinter stehen Mitgliederlisten, Beiträge, Kurse, Tickets und Social Media. Für genau diese Arbeit haben wir eigene Plattformen gebaut: Vereinheit (öffnet in neuem Tab) für Mitglieder, Kurse, SEPA-Beiträge und Kommunikation in einer App und Ticket+ (öffnet in neuem Tab) für Tickets ohne Kundenkonto. Beide sind Produkte der YJAR GmbH.

Beispiele aus unserer Arbeit

ESC Haßfurt HAWKS: Für den Eishockeyverein haben wir eine eigene Vereinsplattform gebaut – mit Spielplan aller Teams, News, Abteilungen, einer Infoseite zur Dauerkarte, „Mitglied werden“, Partnerseite und Fan-Shop mit Warenkorb. Die Plattform haben wir realisiert und sponsern sie, so steht es auch im Footer von hassfurt-hawks.de (öffnet in neuem Tab). Wie das Projekt gelaufen ist, liest du in unserer Fallstudie zu den HAWKS.

Ballettschule On Point: Die Website läuft auf unserem YJAR CMS – mit Kursfinder, Anmeldung zur Schnupperstunde und einem Vereinsportal über Vereinheit. Karten für Tanzfestival und Tanzgala gibt es über Ticket+. Mehr dazu in unserer Fallstudie zu On Point. Offen gesagt: Unser Geschäftsführer Yannick Reuß tanzt selbst bei On Point.

Vereine begleiten uns nicht nur im Projektalltag: Am 13.02.2026 haben wir zum Infoabend „Gutes sichtbar machen“ für Vereine und Ehrenamt eingeladen. Yannick Reuß, Geschäftsführer von YJAR, sagte dazu:

„Ehrenamtliches Engagement ist unbezahlbar und trägt unsere Heimat. Es verdient Anerkennung und Sichtbarkeit. Wenn wir mit unserem Wissen ein Stück unterstützen können, tun wir das sehr gerne.“

Quelle: Mainfranken News, 18.02.2026 (öffnet in neuem Tab)

Die Checkliste zum Abhaken

  1. Impressum vollständig, mit Vorstand und Vereinsregister
  2. Datenschutzerklärung passt zu den Tools, die du wirklich nutzt
  3. Cookie-Einwilligung nur dort, wo sie nötig ist
  4. Trainingszeiten, Termine und Ansprechpartner aktuell
  5. „Mitglied werden“ und Probetraining in zwei Klicks erreichbar
  6. Sponsoren sichtbar und verlinkt
  7. Einwilligungen für alle Fotos vorhanden
  8. Website am Handy getestet
  9. Domain und Zugänge laufen auf den Verein
  10. Feste Person plus Vertretung für die Pflege

Lass uns draufschauen

Du willst wissen, wo eure Vereinswebsite steht? Im kostenlosen Schnellcheck gibst du den Link eurer Website ein und siehst sofort, was auffällt – von Google-Grundlagen bis Handy. Alles für Vereine auf einen Blick: Marketing für Vereine. Vor Ort sind wir in ganz Franken, deutschlandweit nach Absprache.

Häufige Fragen

Braucht ein Verein ein Impressum?

In aller Regel ja. Websites, die nicht nur persönlichen oder familiären Zwecken dienen, brauchen mindestens Name und Anschrift, bei einem e. V. auch den vertretungsberechtigten Vorstand (§ 18 Medienstaatsvertrag). Ist die Website ein geschäftsmäßiger, in der Regel gegen Entgelt angebotener digitaler Dienst, kommen weitere Angaben nach § 5 DDG dazu.

Darf ich Fotos von Mitgliedern auf der Website zeigen?

Mit Einwilligung der abgebildeten Personen ja. Bei Kindern und Jugendlichen holst du die Einwilligung der Erziehungsberechtigten ein und fragst Jugendliche am besten zusätzlich selbst. Am einfachsten klärst du das schon beim Vereinseintritt.

Was gehört auf eine Vereinshomepage?

Trainings- und Kurszeiten, Ansprechpartner, Termine, „Mitglied werden“, ein Probetraining, Sponsoren, Anfahrt und die Pflichtangaben. Alles andere ist Kür.

Wer sollte die Vereinswebsite pflegen?

Eine feste Person mit Vertretung und ein System, das ohne Technikwissen funktioniert. Wenn das im Ehrenamt nicht zu schaffen ist, kann ein Partner Pflege und Technik übernehmen.

Muss eine Vereinswebsite barrierefrei sein?

Eine reine Info-Seite fällt nach Einschätzung der Bundesfachstelle Barrierefreiheit vermutlich nicht unter das BFSG. Verkauft der Verein online Tickets oder Fanartikel an Privatpersonen, kann das anders sein. Barrierearm bauen lohnt sich in jedem Fall, weil dann mehr Menschen eure Seite gut nutzen können.