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Strategie

Marketingbudget planen: So verteilst du es auf Kanäle, die zu deinem Betrieb passen

5 Min. Lesezeitvon Team YJAR

Das Wichtigste in Kürze

  • Plane vom Ziel aus, nicht vom Kanal: Willst du Anfragen, Bewerbungen, Laufkundschaft oder volle Hallen?
  • Trenne zwei Töpfe: Arbeit und Produktion auf der einen Seite, auf der anderen das Mediabudget, das direkt an Plattformen, Sender oder Plakatvermarkter geht.
  • Lieber wenige Kanäle richtig als viele halb – und jeden Monat schauen, woher die Anfragen wirklich kommen.
Inhalt(10 Abschnitte)

„Wie viel soll ich eigentlich für Marketing ausgeben?“ Verständliche Frage. Nur ist sie falsch herum gestellt. Wer mit einer Zahl anfängt und dann überlegt, wohin damit, verteilt mit der Gießkanne. Ein bisschen Instagram, ein bisschen Flyer, eine Anzeige in der Vereinszeitung – und am Ende weiß niemand, was davon etwas gebracht hat.

Besser ist es andersherum: erst das Ziel, dann die Menschen, dann die Kanäle. Und erst dann die Frage, was das kostet. So gehst du vor.

1. Ein klares Ziel pro Quartal

Schreib einen Satz auf: Was soll in den nächsten drei Monaten passieren? Mehr Anfragen für Badsanierungen. Zwei neue Azubis bis zum Ausbildungsstart. Samstags mehr Leute im Laden. Ein ausverkaufter Ball.

Ein Ziel heißt nicht, dass du alles andere liegen lässt. Es heißt, dass du weißt, wohin der größte Teil deiner Zeit und deines Geldes gerade fließt. Zwei Ziele gehen auch. Fünf gleichzeitig gehen meistens schief.

2. Wen willst du erreichen – und wo sind diese Menschen?

Wer ein Bad sanieren lässt, sucht anders als Jugendliche, die eine Lehrstelle finden wollen. Die einen googeln „Badsanierung Haßfurt“, wenn es konkret wird. Die anderen scrollen abends durch Reels – und ihre Eltern hören morgens im Auto Radio.

Beschreib deine Zielgruppe so konkret wie möglich: Alter, Wohnort, wann sie Zeit haben, wo sie sich informieren. Daraus ergibt sich fast von selbst, welche Kanäle infrage kommen.

Die wichtigsten Kanäle im Überblick

  • Website und Google-Unternehmensprofil: holen Menschen ab, die schon suchen. Das Fundament für fast jeden Betrieb.
  • Social Media: macht dich bekannt, bevor jemand sucht – und ist stark im Recruiting, weil du deinen Alltag zeigen kannst.
  • Anzeigen bei Meta und Google: gezielt nach Region, Suchbegriffen und Interessen, schnell gestartet und schnell angepasst.
  • Radio und Plakat: erreichen viele Menschen in der Region auf einmal, zum Beispiel Pendler auf dem Weg zur Arbeit. Wie eine Radiokampagne abläuft, steht in Radiowerbung in Franken: So läuft eine Kampagne.
  • Print: Flyer, Broschüren und Anzeigen wirken dort, wo Menschen ohnehin vorbeikommen – im Laden, beim Event, im Briefkasten.
  • Newsletter: hält den Kontakt zu Menschen, die dich schon kennen.

3. Erst das Fundament, dann die Reichweite

Bevor du Geld in Anzeigen oder Radio steckst, prüf, wo die Leute danach landen. Eine Radiokampagne, die auf eine veraltete Website führt, verpufft. Ein Recruiting-Reel ohne Karriereseite auch.

Deshalb gehört an den Anfang: eine Website, die am Handy funktioniert, ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil und ein klarer Weg zur Anfrage. Das ist nicht spannend, aber damit wirkt jede weitere Maßnahme besser. Wo es bei dir gerade hakt, zeigt dir unser Schnellcheck.

4. Zwei Töpfe: Produktion und Mediabudget

Viele werfen in der Planung zwei Dinge zusammen, die man besser trennt:

  1. Arbeit und Produktion: Strategie, Texte, Grafiken, Videos und Drehs, Druck, Betreuung der Kanäle, Software.
  2. Das Mediabudget: das Geld, das direkt an Plattformen, Sender oder Plakatvermarkter geht – für Anzeigen, Sendezeit oder Plakatflächen.

Getrennt siehst du, was Arbeit und Produktion kosten und was du für Reichweite ausgibst. Bei YJAR steht das Mediabudget deshalb getrennt im Angebot.

Wovon dein Monatsbudget abhängt

Statt einer Pauschale lohnt sich der Blick auf die Stellschrauben: die Zahl der Kanäle, die Menge an Inhalten pro Monat, ob und wie oft vor Ort gedreht wird, welche Software du brauchst (etwa Website-Betreuung oder ein Ticketsystem) und wie viel Mediabudget dazukommt. So siehst du, an welcher Schraube du drehen kannst, wenn es eng wird.

5. Weniger Kanäle, dafür richtig

Fünf Kanäle mit je einem Post im Monat bringen dir meist weniger als zwei Kanäle, die regelmäßig bespielt werden. Algorithmen mögen Regelmäßigkeit, Menschen auch. Starte mit den Kanälen, auf denen deine Zielgruppe wirklich unterwegs ist, und nimm neue erst dazu, wenn die ersten laufen.

6. Messen, ohne Datenkrake zu werden

Um zu wissen, was wirkt, musst du kein Analyse-Profi sein. Für den Anfang reichen drei Werkzeuge:

  • Die Frage „Wie bist du auf uns gekommen?“ im Kontaktformular und am Telefon. Kostet nichts, verrät viel.
  • Eigene Links je Kanal: Mit sogenannten UTM-Links siehst du, ob jemand über Instagram, den Newsletter oder ein Plakat mit QR-Code kam.
  • Eine Statistik ohne Cookies auf der Website, die nur zählt, was du wirklich brauchst.

Einmal im Monat schaust du auf die Zahlen: Woher kamen Anfragen, Bewerbungen oder Buchungen? Einmal im Quartal schichtest du um. Was nicht trägt, wird kleiner. Was trägt, bekommt mehr.

Beispiel aus der Region: bike-store in Haßfurt

Beim bike-store mit Radsporthaus.de sieht man gut, wie Kanäle zusammenspielen. Dazu gehören laufend Social Media, Slider und Blog für den Online-Shop, Flyer, Plakate und Planen vor Ort – und zu passenden Anlässen Radiokampagnen mit Gewinnspiel on Air. Wir kümmern uns um Themen, Briefing, Freigabe und Sendeplanung. Mehr dazu in unserer Fallstudie zu bike-store.

Die Idee dahinter: Nicht jeder Kanal muss alles können. Radio bringt Reichweite in der Region, Social Media hält den Kontakt, die Website fängt alle auf, die mehr wissen wollen. Greifen die Kanäle zum selben Anlass ineinander, verstärken sie sich, statt nebeneinanderherzulaufen.

Deine Planungsvorlage

Eine Tabelle mit sechs Spalten reicht: Ziel · Zielgruppe · Kanal · Inhalt · Messgröße · Prüfen am. Eine Zeile pro Maßnahme. Wenn du für eine Zeile keine Messgröße findest, frag dich, warum du sie machst.

So geht es weiter

Wenn du deinen Plan nicht allein aufstellen willst, schau dir an, wie wir bei Beratung & Strategie vorgehen. Oder bring deine Zahlen direkt mit: Kostenloses Erstgespräch buchen auf YJAR.de/termin. In 30–45 Minuten sortieren wir gemeinsam, was zu deinem Betrieb passt. Ein Angebot gibt es danach nur, wenn du eins möchtest – dann schriftlich und als Festangebot vor dem Start.

Häufige Fragen

Wie viel sollte ich für Marketing ausgeben?

Eine seriöse Pauschalzahl gibt es nicht. Plane vom Ziel aus: Was soll passieren, wen willst du erreichen, welche Kanäle passen dazu? Daraus ergibt sich, wie viel Arbeit und wie viel Mediabudget nötig sind. Starte lieber klein und baue aus, was nachweislich wirkt.

Was ist der Unterschied zwischen Marketingbudget und Mediabudget?

Das Marketingbudget umfasst alles, auch die Arbeit an Strategie, Texten, Grafiken und Videos. Das Mediabudget ist der Teil, der direkt an Plattformen, Sender oder Plakatvermarkter geht, etwa für Anzeigen, Sendezeit oder Plakatflächen. Getrennt geplant, siehst du klarer, wohin dein Geld fließt.

Wie oft sollte ich mein Budget neu verteilen?

Schau einmal im Monat auf die Ergebnisse und schichte einmal im Quartal um. Viele Kanäle brauchen ein paar Wochen, bis sie zeigen, was sie können. Wer jede Woche alles ändert, lernt nichts.